Top-Ten Aussichten
Um einem Missverständnis gleich zu Anfang vorzubeugen: Die konkreten Vorschläge der Initiative zu Aussichtsplätzen betreffen nicht die vielfältigen aber begrenzten Ausblicke, die sich bei der Waldbewirtschaftung ergeben. Es bleibt der Forstverwaltung überlassen, solche lichte Stellen im Wald je nach Gelegenheit zu fördern.
Der Initiative 2035 geht es hingegen um Psychotope, welche derart einzigartig sind, dass sich ein Ausflug oder gar eine Reise dorthin lohnt. Der Ruf Heidelbergs als idyllische Stadt am Fluss inmitten steiler Höhen verlangt es, dass sich unter den beworbenen Sehenswürdigkeiten solche herausragende Aussichtsorte befinden.
Da solche Orte für die Stadtentwicklung relevant sind, braucht es für sie ein durchdachtes Konzept. Hier ist ein Vorschlag.
Es ist als PR-Maßnahme üblich, Sehenswürdigkeiten in Form von Besten-Listen zu bewerben. Warum nicht eine Top-Ten Auswahl auch zur Richtschnur für die Entwicklung bis 2035 machen?

Die Aussichtsplätze auf unserer Besten-Liste sind sozusagen unterschiedliche Annäherungen an die Region und somit Bühnen für unterschiedliche Freiraum-Erlebnisse. Auf der Karte wird das durch drei konzentrische Kreise hervorgehoben: (gelb) die Altstadt als Kernbereich, (orange) der Blick auf den Kernbereich, (weiß) das grüne Umland.
Der Kernbereich. Er birgt die historischen Ansichten, die kein Tourist verpassen darf, nämlich Altstadt(1), Schlossterrasse (2) und Alte Brücke (3) .
Der Blick auf den Kernbereich. Hier werden die berühmten Sichtachsen rund um und auf die Altstadt und Schloss eröffnet, und zwar durch Bismarcksäule (4), Philosophenweg (5) und Molkenkur (6) .
Das grüne Umland. Das Bedürfnis, auf den Höhen im Erholungswald eine Fernsicht vorzufinden, wird in vier Himmelsrichtungen befriedigt, durch Heiligenberg (7), Königstuhl (8), Posselts Lust (9) und Hohes Kreuz (10) .